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Der Huf ist ein sehr wichtiges Teil des Abfederungssystems des Pferdes, er spielt beim Auffussen die erste Rolle weil er, als erster, die Synektik der Bewegung auffängt. Luca Bein, Uni Zürich, hat bereits 1984 nachgewiesen dass ein beschlagenes Huf ca. 60-80% stärkeren Erschütterung ausgesetzt ist, als ein Huf ohne Hufeisen (also 60-80% weniger Stossdämpfung!).

Wie funktioniert diese Abfederung (eines unbeschlagenen Pferd) überhaupt?

In der Dynamic der Bewegung können 4 Phasen festgestellt werden:

Phase 1: die Annäherung zum Boden

Das Pferd bereitet sich, den Boden zu berühren. Dafür bringt er seine Ballen und sein Strahl in Position, damit er sich auf diese Abstützen kann. Je höher die Geschwindigkeit, je höher wird er seine Zehe aufgnehmen, so dass er sich nur noch auf die Ballen auffängt, und damit den Rest des unteren Hufes schützt. Die Ballen sind mit einem dämpfenden und elastischen Gewebe ausgefüllt und nehmen bereits ein grosses Teil des Aufschlages entgegen.

Phase 2: den Aufschlag auf dem Boden

Der Huf schlägt auf dem Boden auf, verbreitet und spreizt sich. Die Ballen und den Strahl nehmen den Aufschlag entgegen.

Phase 3: den Halt und das Ausbalancieren

Der Fessel sinkt ab, die tiefe Beugesehne fängt die Energie auf, wie das Blatt einer Feder und gibt sie für den nächsten Schritt wieder frei.

Phase 4: den neuen Antrieb mit Energierückgewinnung

 

Ebenfalls erwähnenswert sind die elastische Konsistenz der Hornwände, des Strahls und der darüber liegenden Kissen, die Aufhängung des Hufbeins in der Hufkapsel, die Gelenke, Sehnen und Bänder der Beine.